Domains: Wer mehrgleisig fährt, landet auf dem Abstellgleis

Mehr .de-Domains als Einwohner: In Osnabrück waren im Jahr 2014 knapp 220.400 Domains registriert – bei 155.600 Einwohnern. Damit hatte Osnabrück die meisten .de-Domains pro 1.000 Einwohner (Quelle: Spiegel Online).

Wer im privaten Bereich mehrere Domains handhabt, hat nichts zu verlieren. Unternehmen jedoch sollten Vorsicht walten lassen, wenn Sie mit mehreren Domains agieren. Denn damit verschlechtern sie ihre Platzierung in den Suchergebnissen – wenn sie nicht richtig damit umgehen.

Viele Domains verwässern das Suchergebnis

Unternehmen haben oft eine Vielzahl an Domains registriert. Ein Problem ist dabei selten bewusst: Agieren Firmen aktiv mit mehreren Domains, wirkt sich das negativ auf die Suchmaschinenoptimierung der Hauptdomain aus. Backlinks werden so auf mehrere Domains verteilt und zahlen nicht auf die Hauptdomain ein. Der Effekt: Unternehmen tauchen dann mit einzelnen Unternehmensbereichen oder Produkten, die über eigene Domains kommuniziert werden, auf den hinteren Plätzen bei den Suchergebnissen auf. Sind auf den zweit- oder drittrangigen Domains teils auch noch die gleichen Inhalte vorhanden wie auf der Hauptdomain, ist dies ein weiterer Minuspunkt, denn Duplicate Content wird von Google abgewertet.

Alles auf eine Karte setzen

Unterschiedliche Schreibweisen und Varianten für Domains zu registrieren macht durchaus Sinn, da Nutzer sich nicht immer die genaue Schreibweise merken und sonst Suchanfragen verloren gehen. Auch können für eigenständige Produktmarken, Unternehmensbereiche oder Kampagnen eigene Domains notwendig sein. Wichtig dabei: Zusätzliche Domains sollten immer fachgerecht und sauber auf die Hauptdomain umgeleitet werden. Falls sinnvoll, direkt auf eine entsprechende Unterseite. Operativ benutzen und kommunizieren sollten Unternehmen im Idealfall aber immer nur eine Domain – suchmaschinenrelevante Backlinks zahlen dann nur auf dieses eine “Konto” ein.

Aufräumen!

Domains kann man übrigens jederzeit auch wieder zurück geben. Oder sogar auf entsprechenden Portalen verkaufen, z.B. auf www.sedo.com. Es lohnt sich also, die (wahrscheinlich) organisch gewachsene Domain-Sammlung genau unter die Lupe zu nehmen und auf Relevanz zu prüfen.

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