URL-Weiterleitungen: Lassen Sie Ihre Besucher nach einem Relaunch nicht im Nirvana landen

URL-Weiterleitung

Im Netz kursieren unzählige kreative Beispiele für die sog. 404-Seiten. Das kann unterhaltsam sein - trotzdem sollte die Nichtauffindbarkeit von Inhalten vermieden werden.

“Diese Seite existiert nicht.” - Mit dieser Meldung bewegen Sie Ihre Besucher schnell zum Absprung. Deshalb muss bei einem Relaunch oder dem Wechsel auf ein anderes CMS auf die Weiterleitung der URLs geachtet werden. Wird dies nicht sauber gelöst, kann der Traffic auf Ihrer Website massiv einbrechen, da Nutzer, die über Suchmaschinen kommen, nicht mehr auf den richtigen Seiten landen.

Vorab: URLs sind die eigentlichen Adressen der einzelnen Seiten einer Website und werden von den Suchmaschinen indiziert. URLs können frei definiert werden. Es kann zum Beispiel Sinn machen, Keywords in die URL zu integrieren, da dies die Auffindbarkeit der Seite in Hinblick auf diesen Suchbegriff verbessert.   

Im Zuge eines Relaunchs können bzw. müssen sich häufig die URLs einer Website ändern. Denn: Ein Relaunch ist eine gute Gelegenheit, das URL-Design zu optimieren. Ziel sollte sein, dass das URL-Design alle Navigationsebenen einer Website wider spiegelt und die für die einzelnen Seiten definierten Keywords beinhaltet. Suchmaschinen erkennen so bereits an der URL die Relevanz einer Seite und können diese klarer einordnen. Eine durchgängige Kleinschreibung und die Trennung der Verzeichnisse durch einen Trailingslash optimiert die “Sprache” Ihrer URLs.

Ein weiterer Grund für die Änderung der URLs kann sein, dass sich die Inhalte der einzelnen Seiten massiv geändert haben - dann ändern sich auch die URLs, da hier ja die (geänderten) Keywords enthalten sein sollten. Last but not least kann auch der Umstieg auf ein anderes CMS eine Änderung der URLs mit sich bringen.

Google kennt jedoch die alten URLs und hat diese indiziert. Nutzer, die über die Suchmaschinen kommen, bekommen deshalb bei einem Wechsel der URL eine “Nicht gefunden”-Seite. Und nicht nur die Nutzer sind irritiert, sondern auch Google. Die Folge: Rankingverluste und ein massiver Einbruch des Website-Traffics.

Um den Schaden möglichst gering zu halten, sollte deshalb bei einer Änderung der URLs folgender Fahrplan beachtet werden:

  1. Bestandsaufnahme aller durch Google indizierten und wichtigsten URLs über die Webanalyse-Software
  2. Festlegung der neuen, optimierten URLs und Zuordnung zu den entsprechenden alten URLs (sogenanntes “URL-Mapping”)
  3. Einrichtung der sogenannten 301-Weiterleitungen durch den Programmierer oder Webmaster. Diese sorgen dafür, dass beim Aufruf der “alten” URLs die neuen Seiten angezeigt werden.
  4. Parallel muss an Google & Co. kommuniziert, dass sich die Dokumente ab jetzt an der neuen Adresse/URL befinden. Das passiert über eine sog. XML-Sitemap.

Mit einem temporären Rankingverlust im Zuge eines Relaunchs muss zwar immer gerechnet werden. Werden aber o.g. Regeln befolgt, sollten die Maßnahmen schnell Früchte tragen.

 

Dieser Artikel ist Teil einer Reihe mit 12 Tipps zum Thema "Website-Relaunch". Sie haben konkrete Fragen oder Bedarf? Eine kurze Mail an info@schwarzdesign.de oder ein Anruf an 0221.165 397 20 genügt.

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